"Mächwer Bier?"

Wenn sich ein Dutzend Walliser Freunde nicht einig werden, welches Bier am besten schmeckt und wie ein gutes Bier wirklich schmecken, riechen, aussehen und „chlepfen“ sollte, gibt es nur eine Lösung: Das Ganze selber in die Hand nehmen. Da fehlt nur noch ein Trip ins hinterste Bündnerland und eine Begegnung mit dem Monsteiner Braumeister Basti Degen und der Funke ist gezündet. Et voilà! Der Verein Briädribreu war geboren.

Und ganz im Sinne der neuen Regionalpolitik des Bundes haben wir unser Braulokal auch nicht irgendwo in der Industriezone gesucht, sondern haben uns kurzerhand in eine alte, ungenützte Scheune im pittoresken Bergdörflein St. German eingenistet.

"Tiäwer doch än Gaaggu ufu Deckl!"

Wer nicht aus der Region stammt (Grüezini) und auch nicht wanderaffin ist (Grüezini), wird das Wortspiel wohl nicht auf den ersten Blick ausgemacht haben. Das Heidnischbiel,  die markante Hügellandschaft zwischen Raron und St. German, gibt unserem Bier den Namen. Das Heidnischbiel ist übrigens interessanter als es aussieht: In den 60er-Jahren wurden dort verschiedene Gegenstände aus der Jungstein- und Bronzezeit gefunden, darunter die ältesten Pflugspuren der Schweiz! Das Gebiet war bereits 3'900 Jahre v.Chr. besiedelt (daher auch der Name: Biel der Heiden). Ausserdem ist das Heidnischbiel auch topografisch aussergewöhnlich: Die Landschaft stellt ein einzigartiges Juwel der Walliser Trockensteppe dar, weshalb sie im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) geführt wird. Seltene Pflanzen und Tiere wie Orchideen, Federgras, Hauswurz oder die Smaragdeidechse sind hier noch zu finden.

"Was macht de der Gaaggu uf minum Biär?"

Es gibt wohl kaum ein anderes Tier, das in der Mythologie, in Märchen und in Sagen so prominent auftaucht wie der Rabe. In der nordischen Mythologie sollen es Hugin und Munin, die zwei Raben Odins gewesen sein, die dem „Rabengott“ seine Weisheit gegeben haben. Es heisst auch, dass Wuodan - das alemannische Pendant zu Odin – mit ekstatischen Bieropfern verehrt wurde. In den Märchen der Gebrüder Grimm spielen Raben immer wieder eine zentrale Rolle (so z.B. in den Märchen Die sieben Raben oder Die Rabe). Auch in den Sagen der nordamerikanischen Ureinwohner und der Inder werden die Raben durchaus mit etwas Positivem assoziiert. Erst die Christen haben die Raben als Unglücksbringer und Galgenvögel geprägt und sie mit Aberglauben in Verbindung gebracht. Edgar Allen Poe, quasi der Erfinder des Goth, wurde mit seinem Gedicht „The Raven“ weltbekannt. Und, und, und... Bekanntlich macht eins plus eins zwei und so haben wir uns gedacht, dass der Rabe - als heidnischer Michael Jackson sozusagen – ein passendes Maskottchen für unser Heidnischbier darstellen würde. 

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